Bischof Bätzing besucht Norbert Cuypers SVD auf der Dörnschlade

Norbert Cuypers SVD und Bischof Bätzing
Steyler Missionar Norbert Cuypers SVD (l.) mit Bischof Dr. Georg Bätzing (r.)

"Ich finde hervorragend, was er macht", sagt Bischof Dr. Georg Bätzing über die Arbeit von Steyler Missionar Norbert Cuypers SVD | Foto: Nadine Vogelsberg

Der Limburger Bischof und Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz Dr. Georg Bätzing besuchte am 3. Mai den Steyler Missionar und Eremiten Norbert Cuypers SVD auf der Dörnschlade und feierte mit zahlreichen Gläubigen Messe

‚Leben jetzt‘: Welchen Eindruck haben Sie heute von der Dörnschlade?
Bischof Dr. Georg Bätzing:
Heute ist hier alles anders, als ich es kenne. Ich komme aus der Gegend und kenne die Dörnschlade als einen Ort der Ruhe, wo Menschen sind – aber nicht so viele! Hier kann man in Ruhe beten, hier geht man spazieren und trifft Gleichgesinnte. Das war hier immer wichtig. Aber dass es heute so viele sind, die hier zusammenkommen, das ist schon erstaunlich – und schön!

Lj: Was verbinden Sie mit den Steylern?
Bätzing:
Ich kenne sie über einen Studienfreund, der im Noviziat war. Zusammen waren wir in Steyl, im Generalat in Rom und in Nemi, was ein ganz wunderbarer Ort ist. Als Diakon war ich dann in Sankt Wendel, wo es damals noch das Gymnasium der Steyler gab. Es gibt aber noch eine Verbindung zu den Steylern, nämlich in meinem Bistum Limburg. Wir haben Steyler Missionsschwestern in Frankfurt. Sie wirken in einem Stadtteil mit wirklichen sozialen Nöten und Problemen. Schwester Bettina ist dort mit Mitschwestern und sie beleben diesen Ort. Sie helfen dort Frauen, die gestrandet und in Not sind. Das ist ein Segen für diese Stadt. Die Schwestern haben ein tolles Projekt, nämlich eine Frittenbude und die ist für diesen Stadtteil der Renner und der Anziehungspunkt. An der Bude beim Fritten essen gibt es Gespräche über den Glauben, die Not und die Freuden des Lebens.

Lj: Wie kann man als Einsiedler missionarisch wirken – oder ist das ein Widerspruch?
Bätzing: Pater Cuypers leistet einen außergewöhnlichen Dienst. Ich finde hervorragend, was er macht. Und natürlich ist er ein Missionar. Er hält einen Ort präsent, wo die Menschen von sich aus mit ihren Anliegen hinkommen können. Das weiß ich noch aus der Kindheit. Es war für mich immer besonders reizvoll, weil ich wusste, hier ist ein Einsiedler, hier ist jemand, der verbringt sein Leben auf der Suche nach Gott und das wollte ich ja auch tun.

Lj: Welche Aufgaben haben Missionare heute – gerade in Europa?
Bätzing: Mission – oder neue Evangelisierung – ist ja das Thema seit Johannes Paul II. und auch für Franziskus. Wir leben in einem Missionsland, wenn wir feststellen, dass weniger als die Hälfte der Bürgerinnen und Bürger Deutschlands noch zu den christlichen Konfessionen gehören. Aber die andere Hälfte ist ja nicht einfach glaubenslos oder stellt keine Fragen und insofern, glaube ich, müssen wir uns viel mehr auf die Socken machen. Wir sollten mit diesen Menschen in Kontakt zu treten, mit ihnen zu reden, ohne aufdringlich zu sein. Diese Zeiten einer Mission mit negativem Zungenschlag sind vorbei, aber Rede und Antwort zu stehen von der Hoffnung, die uns erfüllt, das sagt ja schon der Hebräerbrief, das gehört zum Christentum dazu.

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